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Denkt man an Apulien, hat man sofort die kleinen, kirschgrossen Strauchtomaten vor Augen, wie sie dort früher in jeder Küche aufgehängt waren. Doch die Zeit vergeht, und inzwischen sind viele aus den bäuerlichen Regionen in die städtischen Ballungszentren gezogen. Im Hinblick auf das Essen bleibt der Apulier aber immer der Einfachheit und Unverfälschtheit der bäuerlichen Küche verbunden.
Eine beliebte Vorspeise etwa sind kleine Strauchtomaten mit möglichst selbstgepresstem Olivenöl auf frisedde, kleinen, in Wasser eingeweichten Brotkringeln. Von den Hirten stammen auch die unzähligen Focaccia- und Pizzavarianten, die man bei jeder Gelegenheit isst, am besten schmecken sie jedoch bei einem Ausflug aufs Land im kühlen Schatten eines Olivenbaums. Belegt sind die Pizze mit Mozzarella und Tomaten, mit Zwiebeln, Oliven, Kapern und Sardellen oder auch mit Ricotta und Schinken. Für ein Mittagessen zu Hause oder in einer Trattoria gibt es überall von fleissigen Händen frisch zubereitete Nudeln. Die Zutaten für den Nudelteig sind immer dieselben: ein Teil Hartweizengriess, ein Teil Weizenmehl, Salz und Wasser. Aus diesen einfachen Zutaten entstehen dann Orecchiette, Cavatieddi, Lagane, die der bekannteren Lasagne ähneln, Lanache, eine Art Tagliatelle, und viele andere Nudelformen.
Traditionell werden die Nudeln auch mit den Gemüsen und Kräutern zubereitet, aus denen dann die Sauce gemacht wird, etwa mit Rübenkraut, Blumenkohl und Rucola. Tomaten, Olivenöl, Nudeln, Gemüse ...das alles hat das ländlich - bäuerliche Apulien zu bieten.
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